Prostata - Embolisation

Immer  häufiger wünschen Patienten mit symptomatischer Prostatavergrößerung Informationen über die Embolisation der Prostata.

Bei dem Verfahren handelt es sich um einen künstlich herbeigeführten Verschluss der  Prostataarterien (Schlagadern, welche die Prostata mit dem Blut versorgen), was zu Schrumpfung des Organs führt.

Dies geschieht über eine Punktion der Leistenarterie mit einem Katheter unter Röntgenkontrolle. Die Blutgefäße werden mit dem Kontrastmittel dargestellt, und der Katheter bis zu Prostataartherie vorgeschoben. Danach werden die  Kunststoffpartikeln  in die Blutgefäße eingebracht und die blutversorgenden Prostataarterien verschlossen (embolisiert).

 

Im Folgenden stellen wir Ihnen das Pro und Kontra dieses Therapieverfahrens vor:

 

Pro:

·      Der Eingriff erfolgt in lokaler Anästhesie ohne Narkose

·      In den meisten Fällen reicht eine ambulante Behandlung

·      Die Therapie ist bei solchen Patienten möglich, bei denen eine operative  Therapie (z.B. Prostataausschälung oder Lasertherapie)  kontraindiziert ist.

 

Kontra:

·      Es handelt sich um eine experimentelle Behandlung, bei der die Langzeitergebnisse und mögliche Nebenwirkungen noch nicht bekannt sind.

·      Der Effekt tritt erst nach ca. 3 Monaten auf, da es relativ lange dauert, bis das Organ schrumpft. Bei transurethraler  Prostataresektion (Prostataausschälung) oder Laserenukleation  verspürt der Patient dagegen direkt nach dem Eingriff eine  deutliche Besserung der Blasenentleerung.

·      Infolge der Prostataschwellung nach der Embolisation kommt es häufig zu einem  Harnverhalt, so dass die vorübergehende  Einlage eines Blasenkatheters notwendig werden kann.

·       Es kann über längere Zeit zu vermehrten Blutungen aus der Harnblase und dem Abgang  abgestorbenen Gewebes kommen.

·      Blutungen aus dem Enddarm sind möglich.

·      Es besteht das Risiko von Schädigungen der benachbarten Organe wie Enddarm oder Harnblase infolge des Verschlusses deren Arterien.

·      Bei dieser Methode wird kein Material zur histologischen Begutachtung gewonnen, so dass möglicherweise ein Karzinom übersehen wird.

 

 

Wenn Sie noch Fragen haben beraten wir Sie gerne.


NanoKnife - schonende, organsparende Behandlung des Prostatakrebses

Bei dieser Behandlungsform muss die Prostata nicht entfernt werden und die Bestrahlung ist auch nicht notwendig. Daraufhin ist das Risiko von gefürchteten Komplikationen sowie Impotenz, Urininkontinenz, ganz geschweige von Schädigung der umliegenden Organen relativ niedrig. Im Vergleich zu früheren Methoden der lokalen Therapie  der Prostata wird hier keine schwer kontrollierbare, termische Zerstörung des Gewebe im  Sinne einer extremen Kälte oder Hitze verwendet.

 

Bei NanoKnife oder irreversibler Elektroporation der Prostata werden durch die Anwendung von kurzen Stromimpulsen die Tumorzellen zerstört, wobei das umliegende, gesunde  Gewebe geschont bleibt. Diese Behandlungsform wird bereits seit Jahren bei Leber- und Bauchspeicheldrüsenkrebs erfolgreich angewandt.

Die ersten Ergebnisse bei Behandlung des Prostatakrebses sind viel versprechend. Es bleibt noch die Langzeitergebnisse abzuwarten, um diese Methode mit etablierten Therapieverfahren zu vergleichen. Diesbezüglich wird aktuell eine internationale Studie durchgeführt.

Sollten Sie sich für diese Behandlungsform interessieren,  beraten wir Sie gerne und unabhängig. Die Therapie ist in einer unseren Partnerkliniken möglich und die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.

 

 


Prostatakrebs und Ernährung


Schon seit längerem vermutet man einen Zusammenhang zwischen der Ernährung und dem Entstehen von Prostatakrebs. So erkranken Japaner im Schnitt sechsmal seltener als zum Beispiel Europäer und Amerikaner. Dies führt man auf eine andere Zusammensetzung der Nahrung zurück, weil Asiaten  traditionell viel Fisch, Soja und auch Selen zu sich nehmen.

Leider fehlten bisher verlässliche Daten zu diesem Thema.
Nun hat sich eine Forschergruppe die Mühe gemacht, die Ergebnisse aus insgesamt 15 Studien zusammenzufassen.Gemessen wurde der Selengehalt in Blut und Fingernägeln im Zusammenhang mit der Wahrscheinlichkeit an Prostatakrebs zu erkranken.
Hierbei ergab sich sich, dass Probanden mit einem ausreichenden Selenspiegel  ein geringeres Risiko aufwiesen.

Eine ausreichende Zufuhr von Selen mit der Nahrung scheint deshalb sinnvoll.  Sollten Sie sich für dieses Thema interessieren, sprechen Sie uns bitte bei Ihrem nächsten Besuch an.