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Männergesundheit

Prostatakrebs – Früherkennung, Diagnose und Behandlung in Velbert

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Früh erkannt sind die Heilungschancen sehr gut – im Frühstadium macht er meist keine Beschwerden.

Prostatakrebs – Früherkennung, Diagnose und Behandlung in Velbert

Was ist Prostatakrebs?

Die Prostata (Vorsteherdrüse) ist ein etwa kastaniengroßes Organ unterhalb der Harnblase, das die Harnröhre umschließt. Beim Prostatakarzinom entarten Zellen der Drüse und beginnen, unkontrolliert zu wachsen. Meistens wächst das Karzinom langsam, manchmal jedoch aggressiver. Deshalb ist eine genaue Einschätzung des individuellen Risikos so wichtig.

Symptome – warum Früherkennung entscheidend ist

Im Frühstadium verursacht Prostatakrebs keine Symptome. Beschwerden treten meist erst spät in einem fortgeschrittenen Stadium auf und sind unspezifisch:

  • Probleme beim Wasserlassen (schwacher Strahl, häufiger Harndrang)
  • Blut im Urin
  • Schmerzen im Becken oder Rücken

Wichtig: Diese Beschwerden haben häufig harmlose Ursachen (z. B. eine gutartige Prostatavergrößerung). Gerade weil Frühformen stumm bleiben, ist die regelmäßige Vorsorge der beste Schutz. Treten solche Beschwerden tatsächlich durch einen Prostatakrebs auf, ist die Erkrankung oft schon fortgeschritten – die Heilungschancen sind dann geringer, eine wirksame Behandlung ist aber weiterhin gut möglich.

Risikofaktoren

  • Alter – das Risiko steigt deutlich ab etwa 50 Jahren. Karzinome, die bei Männern zwischen 40 und 50 Jahren diagnostiziert werden, sind meist besonders aggressiv.
  • Familiäre Vorbelastung – Prostatakrebs bei Vater oder Bruder
  • Genetische und ethnische Faktoren

Bei familiärer Vorbelastung kann eine frühere Vorsorge sinnvoll sein – sprechen Sie uns an.

Früherkennung und Vorsorge

Die gesetzliche Krebsfrüherkennung für Männer beginnt mit 45 Jahren (bei familiärer Vorbelastung früher ratsam). Zwei Bausteine sind zentral:

  • Tastuntersuchung der Prostata – nicht bei jedem Mann notwendig.
  • PSA-Wert – ein Blutwert, der frühzeitig Hinweise geben kann. Mehr dazu: PSA-Wert und Früherkennung

Wir ordnen Ihre Werte individuell ein und besprechen, welche Kontrollintervalle für Sie sinnvoll sind. Mehr dazu: Krebsvorsorge für Männer

Diagnostik bei uns

Besteht ein Verdacht, klären wir ihn mit moderner, schonender Diagnostik ab:

  • PSA-Verlauf und Tastuntersuchung. Die Tastuntersuchung durch den Enddarm ist nicht bei jedem Mann notwendig.
  • Ultraschall der Prostata über den Enddarm (transrektal) und über die Bauchdecke
  • Multiparametrisches MRT der Prostata
  • MRT-Fusionsbiopsie – die gezielte Gewebeentnahme aus auffälligen Arealen, präziser als die klassische Biopsie. Mehr dazu: MRT-Fusionsbiopsie der Prostata

Behandlungsmöglichkeiten

Die richtige Behandlung hängt von Tumorstadium, Aggressivität (Gleason-Score), PSA-Wert, Alter und Ihren Wünschen ab. Wir beraten Sie ausführlich zu allen Optionen:

  • Aktive Überwachung – bei langsam wachsenden, risikoarmen Tumoren engmaschig kontrollieren statt sofort behandeln
  • Operative Entfernung (radikale Prostatektomie) – nervenschonend, roboterassistiert (daVinci-Chirurgie).
  • Strahlentherapie – die für Sie passende Variante besprechen wir persönlich mit Ihnen
  • Medikamentöse Tumortherapie – das komplette Spektrum bieten wir in unserem MVZ an: Hormontherapie (Antiandrogentherapie), Chemotherapie und neue hormonelle Substanzen, die auf molekularer Ebene wirken

Kosten und Kostenübernahme

Die gesetzliche Früherkennung ab 45 (Tastuntersuchung) ist Kassenleistung. Der PSA-Test und die transrektale Ultraschalluntersuchung sind im gesetzlichen System derzeit eine Selbstzahler-/IGeL-Leistung – wir informieren Sie vorab transparent. Diagnostik und Therapie bei bestätigtem Befund sind in der Regel Kassenleistungen.

Häufige Fragen

Ab wann sollte ich zur Prostatakrebs-Vorsorge?
Ab 45 Jahren, bei familiärer Vorbelastung früher.

Merke ich es, wenn ich Prostatakrebs habe?
Meist nicht – frühe Stadien verursachen keine Beschwerden. Deshalb ist die Vorsorge so wichtig.

Was bedeutet ein erhöhter PSA-Wert?
Ein erhöhter Wert ist ein Hinweis, aber kein Beweis – er kann auch andere Ursachen haben. Entscheidend ist die fachliche Einordnung im Verlauf.

Ist Prostatakrebs heilbar?
Bei früher Erkennung sind die Heilungschancen sehr gut. Die Prognose hängt von Stadium und Aggressivität ab.

Beeinträchtigt die Prostata-Operation Potenz und Kontinenz?
Moderne nervenschonende Verfahren zielen darauf ab, beides bestmöglich zu erhalten. Was in Ihrem Fall möglich ist, besprechen wir individuell.

Dr. med. Maxim Janowski · Facharzt für Urologie und Andrologie · Urologie Velbert · Zuletzt aktualisiert: 26.08.2026

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