Frauengesundheit
Harninkontinenz bei Frauen
Ungewollter Urinverlust ist weit verbreitet – und gut behandelbar. Wir klären die Ursache diskret ab und finden die passende Therapie.
Trotzdem sprechen viele Frauen aus Scham jahrelang nicht darüber.
Welche Formen gibt es?
- Belastungsinkontinenz: Urinverlust beim Husten, Niesen, Lachen oder Sport – die häufigste Form bei Frauen
- Dranginkontinenz: plötzlicher, nicht unterdrückbarer Harndrang (überaktive Blase). Mehr dazu: Botox gegen Reizblase
- Mischinkontinenz: beide Formen kombiniert
Diagnostik bei uns
- Vertrauliches Gespräch, ggf. Miktionstagebuch (Trink- und Toilettenprotokoll)
- Urinuntersuchung (Ausschluss einer Blasenentzündung)
- Ultraschall inklusive Restharnbestimmung
- Bei Bedarf weiterführende Funktionsdiagnostik
Behandlungsmöglichkeiten
- Beckenbodentraining – die erste Wahl bei Belastungsinkontinenz: Angeleitetes Training über mindestens 3 Monate bessert die Beschwerden bei etwa 2 von 3 Frauen. (Quelle: medizin-transparent.at / Cochrane)
- Lebensstil: Gewichtsreduktion, angepasstes Trinkverhalten, Blasentraining
- Medikamente
- Lokale Östrogenbehandlung nach den Wechseljahren
- Botox bei überaktiver Blase, wenn Medikamente nicht ausreichen. Mehr dazu: Botox gegen Reizblase
Viele Frauen kommen erst nach Jahren damit zu uns. Sie müssen dabei nichts beschönigen – die Frage ist bei uns Alltag.
Häufige Fragen
Ist Blasenschwäche im Alter normal?
Sie ist häufig – hinnehmen muss man sie aber nicht: Die meisten Formen lassen sich deutlich bessern oder beheben.
Hilft Beckenbodentraining wirklich?
Ja – angeleitetes Training über mehrere Monate bessert die Beschwerden bei etwa 2 von 3 Frauen; besonders wirksam bei Belastungsinkontinenz.
Wann kommt Botox infrage?
Bei Dranginkontinenz beziehungsweise überaktiver Blase, wenn Medikamente nicht ausreichend wirken oder nicht vertragen werden.
Dr. med. Maxim Janowski · Facharzt für Urologie und Andrologie · Urologie Velbert · Zuletzt aktualisiert: 26.08.2026
