Kinderurologie
Hodenhochstand beim Kind – Behandlung in Velbert
Der Hodenhochstand ist die häufigste angeborene Besonderheit bei Jungen – und gut behandelbar. Wichtig ist die frühzeitige Abklärung.
Was ist ein Hodenhochstand?
Bei einem Hodenhochstand ist ein Hoden (oder beide) nicht dauerhaft im Hodensack angekommen, sondern liegt z. B. in der Leiste. Bei Neugeborenen ist das zunächst nicht ungewöhnlich – in den ersten Lebensmonaten wandert der Hoden oft noch von selbst an seinen Platz.
Warum ist die frühe Behandlung so wichtig?
Liegt der Hoden dauerhaft im Bauch- oder Leistenbereich, ist er einer dauerhaft erhöhten Körpertemperatur ausgesetzt. Bleibt ein Hodenhochstand unbehandelt, steigen dadurch die Risiken für Unfruchtbarkeit und Hodenkrebs deutlich an:
- Unfruchtbarkeit: Bei beidseitigem Hodenhochstand ist die Fruchtbarkeit deutlich eingeschränkt. Bei einseitigem bekommen die meisten Männer später Kinder.
- Hodenkrebs: Das Risiko ist gegenüber der Normalbevölkerung etwa 2- bis 5-fach erhöht. Es steigt, je später behandelt wird.
Genau deshalb ist eine rechtzeitige Behandlung so wichtig – sie schützt die Fruchtbarkeit und senkt das Krebsrisiko. Den passenden Zeitpunkt besprechen wir gemeinsam in der Sprechstunde. (Leitlinien: AWMF-Leitlinie „Hodenhochstand – Maldescensus testis“ · EAU-Leitlinie Kinderurologie)
Wie läuft die Behandlung ab?
- Zunächst darf unter regelmäßiger Kontrolle auf das spontane Absteigen gewartet werden.
- Steigt der Hoden nicht von selbst ab, wird behandelt: Standard ist die Orchidopexie – ein kurzer Eingriff, bei dem der Hoden in den Hodensack verlagert und dort fixiert wird.
Die Operation bei uns – ambulant und kindgerecht
Die Orchidopexie führen wir ambulant in unserer Praxis durch, in Vollnarkose. Ihr Kind ist am selben Tag wieder zu Hause. Mehr dazu: Ambulante Operationen
Zwischen Zuwarten und Operieren liegt ein enges Zeitfenster. Wir kontrollieren in dieser Phase engmaschig, damit der richtige Moment nicht verpasst wird. (Quelle: Deutsches Ärzteblatt: Operationszeitpunkt bei Hodenhochstand)
Häufige Fragen
Wandert der Hoden beim Hodenhochstand von selbst in den Hodensack?
Oft ja – in den ersten Lebensmonaten. Unter regelmäßiger Kontrolle darf zunächst abgewartet werden; steigt der Hoden nicht ab, sollte behandelt werden.
Warum sollte ein Hodenhochstand früh behandelt werden?
Weil ein unbehandelter Hodenhochstand die Fruchtbarkeit gefährdet, vor allem bei beidseitigem Befund, und das Hodenkrebsrisiko etwa 2- bis 5-fach erhöht. Eine rechtzeitige Behandlung senkt diese Risiken.
Wie belastend ist die Hodenhochstand-OP für mein Kind?
Es ist ein kurzer, ambulanter Eingriff in Vollnarkose. Ihr Kind ist am selben Tag wieder zu Hause.
Dr. med. Maxim Janowski · Facharzt für Urologie und Andrologie · Urologie Velbert · Zuletzt aktualisiert: 26.08.2026
