Vasektomie
Sterilisation des Mannes
Vor dem Eingriff
Der Entschluss zur Sterilisation ist vom Mann ggf. zusammen mit der Partnerin im Vorfeld sorgfältig abzuwägen. Zwar ist die mikrochirurgische Rekanalisation erfolgreich durchführbar, die Vasektomie sollte aber als endgültiger Eingriff geplant werden.
Vor dem Eingriff findet ein Informationsgespräch statt um ausführlich Fragen und Unklarheiten zu erörtern. Des weiteren ist eine Untersuchung des Genitale notwendig. Der Mann muß eine Operationseinwilligung unterschreiben und erklären, dass er mit der Operation einverstanden ist und über deren Folgen aufgeklärt wurde.
Vorurteile
Es existiert immer noch bei einigen Männern die Angst, durch den Eingriff die Potenz zu verlieren. Dies ist völlig unbegründet. Die Hormonbildung in den Hoden bleibt durch den Eingriff unberührt. Ebenso bleibt der Samenerguss unverändert , da dieser größtenteils aus Sekreten der Vorsteherdrüse besteht. Lust- und Orgasmusgefühl ändern sich ebenfalls nicht.
Durchführung
Der Eingriff wird ambulant unter örtlicher Betäubung und Sedierung in unserem OP unter sterilen Bedingungen durchgeführt. Auf Wunsch des Patienten ist es auch möglich, den Eingriff in einer Kurznarkose ambulant durchzuführen.
Der Mann muss nüchtern in die Praxis kommen und sollte am Abend vor dem Eingriff eine Rasur der Genitalregion durchführen. Hierdurch wird das geringe Infektionsrisiko weiter gesenkt. Für den Weg nach Hause ist eine Begleitperson erforderlich. Zur Sicherung der Nachsorge sind wir unter einer speziellen Telefonnummer rund um die Uhr erreichbar.
Eingriff : Seitlich am Hodensack wird über einen kleinen Hautschnitt der Samenleiter freigelegt und ein ca. 2cm langes Teilstück entfernt. Die Samenleiterenden werden mittels Hochfrequenzstrom verödet und Unterbunden. Der Hautschnitt wird vernäht. Nach einigen Wochen ist die Hautinzision kaum noch zu sehen. Im Anschluss an den Eingriff wird ein Hodenhalter (Suspensorium) angelegt, welcher die direkte postoperative Zeit für den Patienten erleichtert.
Nach einer Ruhezeit von ca. 30 min. kann die Praxis verlassen werden.
Komplikationsmöglichkeiten
Blutungen und Wundinfektionen treten sehr selten auf. Eine gelegentliche Blauverfärbung der Haut ist möglich aber nicht beunruhigend. Eine größere Schwellung oder Überwärmung der Haut ist umgehend zu kontrollieren.
Bei reizloser Wundheilung wird nach einer Woche eine Nachkontrolle durchgeführt. Eine spontane Rekanalisierung (Bildung einer erneuten Durchgängigkeit der Samenleiter) tritt nur extrem selten auf und ist zu vernachlässigen.
Eine Samenergussuntersuchung zum Ausschluß von verbleibenden Spermien führen wir 2 und 3 Monate nach dem Eingriff durch. Sind in beiden Proben keine Spermien
Nachweisbar, kann auf weitere Verhütungsmaßnahmen verzichtet werden.
Arbeitsunfähigkeit
In aller Regel führen wir den Eingriff an einem Freitag durch, so dass der Mann am Montag wieder seine berufliche Tätigkeit aufnehmen kann. Bei sehr starker körperlicher Beanspruchung kann die Arbeitsunfähigkeit auch ausgedehnt werden.
Körperliche und sportliche Anstrengungen sollten für ca. 10 Tage vermieden werden.
Sexuelle Aktivitäten sollten ebenfalls für ca. 10 Tage ausgesetzt werden.


