Dr. med. K. Buck Facharzt für Urologie
Axel D. Bömke Facharzt für Urologie
Dr. med. A. Mühlhäußer Facharzt für Urologie

 

Andrologie / Fertilitätsdiagnostik

Nach den aktuellen Zahlen bleibt heute jede fünfte bis sechste Ehe ungewollt kinderlos. Dies ist sicher auch auf einen gesellschaftlichen Wandel zurückzuführen. So hat sich in den letzten Jahren das Durchschnittsalter schwangerer Frauen deutlich in die Mitte des 30. Lebensjahres verschoben. In diesem Alter sind die natürlichen Schwangerschaftsraten geringer als bei Frauen von Anfang bis Mitte 20. Wer nun aber davon ausgeht, dass eine ungewollte Kinderlosigkeit ein rein gynäkologisches Problem ist, liegt sicher falsch. Wir wissen heute, dass in circa 20% die Ursache allein beim Mann liegt, bei 40% geht man von Problemen bei beiden Partnern aus. Zunehmend gewinnt auch der Kinderwunsch nach vorangegangener Sterilisation des Mannes (Vasektomie) zum Beispiel im Rahmen einer neuen Partnerschaft an Bedeutung.

Wann sollte der Mann einen Urologen aufsuchen?

Nach aktuellen Zahlen kommte es normalerweise bereits nach 12 Monaten bei 80 % der Paare zu einer Schwangeschaft. Deshalb ist bereits nach einjährigem regelmäßigen und ungeschützten Verkehr ohne „Erfolg“ eine Untersuchung bei einem andrologisch qualifizierten Urologen zu empfehlen. Ein Hinausschieben dieser Konsultation ist nicht angebracht, weil andrologische Diagnostik und daraus folgende Behandlungen möglicherweise eine längere Zeit in Anspruch nehmen, und sonst eventuell die „Zeit davonläuft“. Nach einer Sterilisation des Mannes sollte der Urologe auch dann aufgesucht werden, wenn dieser Eingriff länger zurückliegt. Aktuelle Zahlen beweisen nämlich, dass bis zu 25 Jahren nach einer Vasektomie durch eine operative Wiederverbindung der getrennten Samenleiter Schwangerschaften auf natürliche Weise möglich sind.

Wie verläuft einer Untersuchung in unserer Praxis?

Zunächst erfolgt eine ausführliche Erhebung der Krankengeschichte mit Fragen zur Lebenssituation, Vorerkrankungen und Operationen, welche Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben könnten. Wichtig sind auch regelmäßig eingenommenen Medikamente, Nikotin-und Alkoholgenuss sowei ein möglicher Kontakt mit Schadstoffen, z.B. am Arbeitsplatz. Bei diesem Erstgespräch kann es durchaus sinnvoll sein, dass die Partnerin anwesend ist, gegebenenfalls vorhandene Vorbefunde und gynäkologische Untersuchungsberichte sollten mitgebracht werden. Es erfolgt dann eine gründliche körperliche Untersuchung des Mannes, bei Bedarf erweitert durch einen Ultraschall von Nieren, Blase, Prostata und Hoden Abschließend muss der Patient zuhause noch eine Samenprobe zur Durchführung eines so genannten Spermiogramms gewinnen. Dieses wird anschließend in der Praxis auf verschiedene Parameter (zum Beispiel die Menge, Beweglichkeit und Aussehen der Spermien) untersucht und mit den Normwerten der WHO abgeglichen.

Wie geht es dann weiter?

Ergibt sich aus den oben beschriebenen Untersuchungen ein unauffälliger Normalbefund, ist die Diagnostik abgeschlossen. Auf Wunsch erfolgt eine schriftliche Befundmitteilung an den mitbehandelnden Gynäkologen/in der Partnerin. Bei einem pathologischen Befund sind weiterführende spezielle Untersuchungen wie z. B. Hormonbestimmungen oder auch eine genetische Diagnostik, zum Beispiel zum Ausschluss bis dahin unbekannter Erbkrankheiten erforderlich. Hierbei arbeiten wir unter anderem mit der Universitätsklinik Esen zusammen.

Welche Behandlung ist möglich?

Gerade auf dem Gebiet der Andrologie sind in den letzten Jahren bahnbrechende neue Therapieformen entwickelt worden, die auch in bisher aussichtslosen Situationen erfolgversprechend sind. Diese reichen von der Spermienaufbereitung und anschließenden Befruchtung der Eizelle ausserhalb des Körpers (IVF) über das direkte Einbringen der Samenzellen in die Gebärmutter (IUI) bis zur komplexen ICSI, bei der eine Eizelle direkt durch eine Mikropipette mit einem Spermium befruchtet wird. Gerade hier liegt aber das Problem, denn welche Methode ist für wen geeignet? Nur durch ein individuelles Therapiekonzept, welches wir zusammen mit dem Gynäkologen/in der Partnerin erarbeiten und durchführen, kann hier eine für das spezielle Paar geeignete Lösung mit dem Ziel einer Schwangerschaft erreicht werden.

Weiterführende Links:
www.medknowledge.de/fach/andrologie.htm
www.med.uni-giessen.de/aka/andro


Anfahrt per Bus und Bahn bei www.evag.de Stadtplan und Anfahrt bei map24

Urologische Gemeinschaftspraxis Velbert

Offerstraße 29
42551 Velbert
Tel.: 02051/55522
Fax: 02051/ 54373


Praxissprechzeiten

Montag - Freitag
08:00 – 12:00 Uhr
 
Montag, Dienstag und Donnerstag
zusätzlich 14:00 – 17:00 Uhr
und nach Vereinbarung